Warum Hundesteuer und Haftpflicht zusammengehören (können)

Geschrieben von Jessica Schnell am 16. Dezember 2011

Einen sehr interessanten Weg für Hundehalter geht die Stadt Bad Karlshafen. Schon seit 10 Jahren und für die Öffentlichkeit bislang unerkannt werden Hundehalter belohnt, die ihren Vierbeiner versichern.

Dem Grundsatz „Steuern sollen steuern“ folgend, hat die Stadt Bad Karlshafen schon vor 10 Jahren eine Idee entwickelt, mit der Hundehalter dazu animiert werden sollten, eine Hundehalterhaftpflichtversicherung für ihre Tiere abzuschließen. Denn mit dem Abschluss beweisen die Halter ihr Verantwortungsbewusstsein und das Wissen, dass ein Tier auch immer ein potenzielles Risiko für sein Umfeld darstellt. Im Gremium der Stadt wurde damals beschlossen, die Hundesteuer für alle haftpflichtversicherten Hunde zu senken.

Nun gab es aber gegen dieses Vorgehen Einspruch durch die Kommunalaufsicht. Denn Bad Karlshafen hat wie so viele andere Kleinstädte auch keinen ausgeglichenen Haushalt. Eine Belohnung sorgt für ein noch größeres Minus und muss daher vermieden werden. Die Stadt hat daher entschieden, den umgekehrten Weg zu gehen. Die Hundesteuer wird auf ein Minimum von 70 Euro je Hund festgeschrieben. Wer keine Haftpflichtversicherung hat, zahlt zusätzlich 50 Euro pro Jahr. Das ist sicherlich Ansporn, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und vermutlich eine Option für andere Städte, wie mit der Hundesteuer und der Tierhaftpflichtversicherung umgegangen werden kann.


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