Hundekrankenversicherung: Braucht man das?

Geschrieben von Anett B. am 17. Oktober 2012

Für den Menschen ist sie gesetzlich vorgeschrieben: Die Krankenversicherung. Für den Hund dagegen nicht. Hier haben sich lediglich einige Länder entschlossen, die Hundehaftpflichtversicherung verpflichtend einzuführen. Dennoch gibt es natürlich auch weitere Tierversicherungen und dazu zählt die Hundekrankenversicherung. Ob sich diese lohnt oder nicht, da herrschen geteilte Meinungen.

Worauf achten bei der Hundekrankenversicherung?

Eine Hundekrankenversicherung kann sinnvoll sein, etwa wenn kostspielige Behandlungen auf den Halter zukommen. So können Operationen in spezialisierten Tierkliniken leicht Beträge von mehreren Tausend Euro kosten. Die klassische medizinische Versorgung in Form von Entwurmungen und jährlichen Impfungen ist natürlich ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor. Doch gerade dieser wird oft von der Hundekrankenversicherung ausgeschlossen.

Mitunter leisten die Tarife nur im Notfall. Das kann zwar Sinn machen, da der Tierarztbesuch außerhalb der Sprechzeiten sehr viel teurer ausfallen kann, die ganz normalen Kosten lassen sich aber nicht abdecken. Auch können nur gesunde und junge Tiere abgesichert werden. Das heißt, ein Hund, der sechs Jahre und älter ist, bei dem bereits Erkrankungen festgestellt wurden usw. wird kaum eine bezahlbare Versicherung erhalten oder diese ist mit weitreichenden Leistungsausschlüssen versehen.

Hundekranken- vs. Hunde-OP-Versicherung

Alternativ zur Hundekrankenversicherung kann genauso eine Hunde-OP-Versicherung abgeschlossen werden. Sie ist beitragstechnisch wesentlich günstiger, sichert aber auch ausschließlich die OP-Kosten ab. Vorhergehende Untersuchungen werden dann nicht zwingend mit abgedeckt und gerade die vielfältigen Diagnosemethoden, die mindestens so weit fortgeschritten sind, wie in der Humanmedizin, kosten sehr viel Geld.

Außerdem ist generell bei jeder Tierversicherung darauf zu achten, welche Leistungen sie konkret übernimmt. Der einfache Satz der GOT reicht nicht mehr aus, denn die Tierärzte rechnen in der Regel zwischen dem ein- und dreifachen Satz der Gebührenordnung für Tierärzte.
Es gibt also viele Feinheiten bei der Auswahl einer guten Hundekrankenversicherung zu berücksichtigen und nicht immer macht eine solche Absicherung Sinn. Hohe Kosten für den Tierarzt sind zwar keine Seltenheit, aber sie werden mit entsprechenden Versicherungspolicen oft sehr teuer abgedeckt.

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