Wenn die Buddelfreude des Hundes zum finanziellen Ruin wird

Geschrieben von Anett B. am 22. November 2012

Ein Terrier sorgte in der vergangenen Woche für Aufregung. Der Rüde hatte sich beim Spaziergang los gerissen, mitsamt Leine verschwand der buddelfreudige kleine Hund in einem Dachsbau. Aufgrund der noch an ihm hängenden Leine verhedderte sich der arme Kerl und kam aus dem Bau nicht mehr heraus. Ein großer Rettungseinsatz begann: 40 Feuerwehrleute und Mitarbeiter des THW gruben acht Stunden lang, um den kleinen Rüden aus dem Bau zu befreien.

Freude und Angst sind groß

Die Besitzer waren natürlich heilfroh, ihren vierbeinigen Gefährten wieder bei sich zu haben und schlossen ihn überglücklich in die Arme. Doch ganz verschließen konnten sie die Ohren nicht vor den Aussagen der fleißigen Helfer: Denn sie gaben bereits an, dass der Einsatz mit Sicherheit mehrere Tausend Euro koste, vielleicht sogar ein fünftstelliger Betrag fällig werde.

Die vollständige Rechnung wird zu Weihnachten erwartet. Minutengenau soll abgerechnet werden, wie viele Männer wie lange, wo und was getan haben. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, ob die Besitzer die Kosten für diesen Einsatz tatsächlich zahlen müssen.

Leistet die Hundehaftpflicht?

Laut Angaben der Besitzerin war der Hund von ihrem ehemaligen Lebensgefährten zum Gassi Gehen abgeholt worden. Wenn jemand zahlen müsste, so ist sie sich sicher, dann ihr Ex-Lebensgefährte, denn schließlich hätte er besser aufpassen müssen. Allerdings hat die Besitzerin des Hundes die Verantwortung für ihn. Hat sie eine Hundehaftpflichtversicherung abgeschlossen, wie sie in vielen Bundesländern schon gesetzlich vorgeschrieben ist, dürfte diese zahlen. Allerdings wird sie ebenfalls erst prüfen, ob Fahrlässigkeit vorgelegen hat. Sollte das der Fall sein, wird sie sich das Geld entsprechend vom Ex-Lebensgefährten zurück holen wollen.

Obwohl der Terrier wieder gesund und munter bei seiner Familie lebt, dürfte der Trubel, den er ihr bereitet hat, noch einige Wochen länger andauern. Denn erst wenn die Frage der Zahlung des Einsatzes geklärt ist, dürfte wieder Ruhe einkehren.

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